• IGA 1993 Stuttgart Seilnetzsteg am Löwentor
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IGA 1993 Seilnetzsteg am Löwentor

Stuttgart, 1992

Der Steg überspannt die Nordbahnhofstraße auf Höhe der Kreuzung mit Prag- und Löwentorstraße. Mit einem in freier Form die Straße überspannenden Seilnetz, das einen Gehweg trägt und zugleich Ranknetz für Kletterpflanzen ist, wird eine künstliche, begehbare Landschaft über die Straße gezogen. Dadurch wird der Rosensteinpark mit dem Leibfriedschen Garten verbunden, ohne das denkmalgeschützte Löwentor zu beeinträchtigen.
Die vorgespannte Netzkonstruktion besteht aus gedoppelten Litzen mit Pressklemmen für Knoten und Randanschlüsse. Die Randseile werden je nach Größe der Seilkräfte verdoppelt oder verdreifacht. Das Netz ist am Rand über Maste abgespannt. Hoch- und Tiefpunkte im Inneren sorgen für die nötige Krümmung, um möglichst verformungsarm veränderliche Lasten abzutragen.
Der Gehweg, eine dünne Betonplatte, ist über eine beliebig höhenverstellbare und ausrichtbare Konstruktion auf die Netzknoten aufgeständert. An der sehr unterschiedlichen Größe der Randseilkräfte lassen sich die beengten Platzverhältnisse zwischen den Straßen, Gleisen und unterirdischen Leitungen ablesen, von denen die Anordnung der Maste und Abspannungen bestimmt wurde. Leider wurde der Treppenabgang am Löwentor nach der IGA 1993 aus einem möglicherweise übertrieben verstandenen Denkmalschutz heraus abgerissen.


  • Ort

    Stuttgart

  • Architekt

    Planungsgruppe Luz, Lohrer, Egenhofer, Schlaich

  • Bauherr

    Landeshauptstadt Stuttgart

  • Bauunternehmen

    Müller-Altvatter, Stuttgart; Pfeifer, Memmingen

  • Unsere Leistung

    Entwurf, Ausführungsplanung, Bauüberwachung

  • Dicke der Betonplatte 12 cm
  • Netz doppelte Litzen Durchmesser 18 mm
  • Maschenweite 1 m
  • Randseile Durchmesser 56 mm
  • IGA 1993 Stuttgart Seilnetzsteg am Löwentor
  • IGA 1993 Stuttgart Seilnetzsteg am Löwentor © Gert Elsner

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