Infraleichtbeton
Infraleichtbeton
© TU Berlin/Alexander Hückler
Infraleichtbeton
Tragende Wärmedämmung
Infraleichtbeton (ILC) ist tragende Wärmedämmung. Er ist eine einfache Alternative zu komplexen mehrschichtigen Wandaufbauten, bei denen Tragwerk und Wärmedämmung aufwändig und wenig dauerhaft getrennt verbaut werden. Einfaches Bauen ist möglich, weil bei Wänden aus nur einem Material komplexe Details für die Dämmung an Ecken und Aussparungen sowie Sonderelemente zur Vermeidung von Wärmebrücken entfallen. Mit Infraleichtbeton kann monolithisch, ausdrucksstark und dauerhaft in Sichtbeton gebaut werden.
Monolithisch und multifunktional
Infraleichtbeton vereint Tragwerk und Wärmedämmung in einem Baustoff. Außenwände aus ILC kommen ohne Zusatzdämmung aus, sie tragen, dämmen, schützen vor Feuchte und sorgen für gutes Raumklima. Die Dämmung wirkt auch im Brandfall, verlangsamt die Wärmeausbreitung und bietet hervorragenden Brandschutz, mit neuen Möglichkeiten für ehrliche Sichtbetonoberflächen innen und außen.
Leicht und nachhaltig
Infraleichtbetone haben eine Trockenrohdichte von 600 bis 800 kg/m³. So leicht werden sie dank der Zuschlagsstoffe Blähton, Blähglas oder Bims. Die in den Zuschlagsstoffen eingeschlossene Luft dämmt. Aufgrund des offenen Gefüges bindet der ILC bis zu 50% der prozessbedingten CO₂-Emissionen, die bei der Zementherstellung entstehen, ein Beitrag zum nachhaltigen Bauen.
Sorgfältig und bewährt
Die monolithische Bauweise reduziert Schnittstellen während der Bauausführung, erfordert jedoch gute Zusammenarbeit von allen Beteiligten, insbesondere Bauherren, Architekten, Tragwerksplanern, Bauphysikern und ausführenden Firmen. Durch gemeinsames Entwerfen entsteht konstruktive und gestalterische Klarheit, die sich in der Praxis schon mehrfach bewährt hat.


