Das Projekt umfasst den Neubau der Saalequerung, bestehend aus Lärmschutztunnel und -wänden, Strombrücke mit Glaseinhausung, Vorlandbrücke, Stützwänden, Verkehrszeichenträgern auf der Brücke und im Tunnel sowie den Neubau der BAB A143. Mit der Realisierung wird der Autobahn-Doppelring um Halle und Leipzig geschlossen und die Stadt Halle vom überregionalen Durchgangsverkehr entlastet.
Das Brückenbauwerk gliedert sich in die Strombrücke mit einteiligem Stahlverbund-Überbau und die Vorlandbrücke mit getrennten Spannbeton-Überbauten.
Die Strombrücke wird mit einteiligem Querschnitt, ausgebildet als mehrzelliger Stahlhohlkasten-Querschnitt mit zentralem Mittelträger, im Taktkeller hergestellt. Nach Fertigstellung des reinen Stahlüberbaus erfolgt der Einschub über die Saale. Nach dem Einschub und dem Abstapeln des Überbaus werden die nur 15 cm dicken Fahrbahnplatten über die volle Breite auf das Deckblech betoniert und wirken für nachfolgende Einwirkungen im Verbund mit. Es handelt sich hierbei um eine neuartige Verbundbauweise, den Orthoverbund.
Nach Fertigstellung der beiden Überbauten der Vorlandbrücke werden diese zeitgleich durch das Verschweißen von genau aufgemessenen Schlusstücken mit der Strombrücke dauerhaft biegesteif gekoppelt.
Eine gestalterische Besonderheit ist die als Lärmschutz dienende Glaseinhausung, die tunnelseitig über eine Länge von ca. 72 m vollständig geschlossen ist, sich dann sukzessive öffnet und am Ende in 4 m hohe Lärmschutzwände übergeht.



