Zwischen den Zürcher Stadtkreisen 4 und 5 überspannt ein breites Gleisfeld das Gebiet rund um den Hauptbahnhof. Bereits heute verbinden mehrere Bauwerke – darunter die Duttweiler- und Hardbrücke, die Langstraßenunterführung, der Negrellisteg und ab 2024 ein Fahrradtunnel unter dem Bahnhof – die Stadtteile Aussersihl und Industriequartier. Im kommunalen Verkehrsrichtplan der Stadt Zürich ist eine weitere Fuß- und Radverbindung zwischen Hohlstraße und Geroldstraße vorgesehen, um das wachsende Mobilitätsbedürfnis in diesem verdichteten Stadtraum zu bedienen.
Der geplante Brückenschlag ist sowohl architektonisch als auch konstruktiv innovativ: Eine elegant geschwungene Stahlkonstruktion folgt dem natürlichen Bewegungsfluss der Nutzerinnen und Nutzer und fügt sich gleichzeitig präzise in die städtebauliche Umgebung ein. Die Brücke verläuft vom Polizeizentrum (PJZ) nahe der Remisenstraße unter der bestehenden Kohlendreieckbrücke hindurch, führt über die Bahngleise und folgt dem Wipkingerviadukt bis zur Viadukt-/Geroldstraße mit Anschluss an das Lettenviadukt.
Kernstück des Entwurfs ist ein 8 Meter breiter Brückenquerschnitt mit einem begrünten Mittelstreifen, der den Fußgänger- vom Radverkehr trennt und die Aufenthaltsqualität erhöht. Die offene Geländerkonstruktion ermöglicht weite Ausblicke über das Gleisfeld und die Stadtlandschaft. Die neue Verbindung schafft nicht nur ein funktionales Infrastrukturangebot, sondern auch einen öffentlichen Raum mit starker identitätsstiftender Wirkung für die angrenzenden Quartiere.




