Mit Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2030 plant der spanische Erstligist UD Las Palmas eine umfassende Erweiterung und Modernisierung seines Stadions. Neben einer vollständigen Überdachung soll die Kapazität auf nahezu 45.000 Plätze steigen – damit zählt die Arena künftig zu den zehn größten Stadien Spaniens. Ziel ist es, einen multifunktionalen Veranstaltungsort zu schaffen, der neben Sportereignissen auch für kulturelle Events und Festivals genutzt werden kann.
Die Tragstruktur des neuen Stadiondachs basiert auf dem Prinzip des Speichenradsystems: Zwei Zugringe (oben und unten) sowie ein außenliegender Druckring bilden das statische Grundgerüst. Der Druckring wird von 44 Stützen getragen und ist über obere Radialseile mit dem oberen, sowie über untere Radialseile mit dem unteren Zugring verbunden. In jeder Achse werden die Radialseile durch Luftstützen gekoppelt. Die Dachfläche erhält eine Membraneindeckung, die über ein Sekundärtragwerk gehalten wird.
Die Fassadenkonstruktion ist nahezu unabhängig vom Dachtragwerk und wird in einer zweiten Bauphase errichtet. Dank ihrer modularen Bauweise kann jedes Feld einzeln montiert werden, was eine parallele Ausführung in mehreren Bauabschnitten ermöglicht.
Dach und Fassade bilden gemeinsam eine lichtdurchlässige Hülle, die den gesamten Baukörper umschließt – und die architektonische Leitidee „La Nube“ (die Wolke) auf eindrucksvolle Weise erlebbar macht.



