In Heidelberg entsteht ein neuer Institutsbau zur Erweiterung des Max-Planck-Instituts. Das Vorhaben umfasst zwei Hauptbaukörper: ein zehngeschossiges Hochhaus mit einem Untergeschoss sowie ein Sonderlabor mit besonderen Anforderungen an Tragverhalten und Schwingungsschutz.
Das Hochhaus wird als massives Stahlbetongebäude mit Flachgründung auf tragfähigem Untergrund errichtet. Der Untergeschossbereich bildet einen geschlossenen Stahlbetonkasten mit eingebundenen Verbundstützen. Die Labor- und Bürobereiche bestehen aus Flachdecken, hochfesten Stahlverbundstützen und aussteifenden Stahlbetonwänden. Teilweise kommen größere Auskragungen zum Einsatz, die als Rippendecken realisiert werden. Neben einem Verbindungstunnel im Untergrund erfolgt die Anbindung an das benachbarte Bestandsgebäude mit einer separaten Stahlfachwerkbrücke.
Das Sonderlabor wurde als massiver Baukörper konzipiert. Um den besonders hohen Anforderungen an den Schwingungsschutz gerecht zu werden, erfolgte die Gründung auf einer 130 cm starken Bodenplatte aus Stahlbeton. Die gesamte Konstruktion befindet sich auf einer Ebene vollständig unterhalb der Geländeoberfläche und ist mit Erdreich überdeckt.
Die gewählten Tragwerkslösungen und Deckenaufbauten ermöglichen eine hohe Flexibilität in der Raumnutzung und erfüllen die komplexen Anforderungen eines modernen Forschungs- und Laborgebäudes.


