Die Santa Casa de Misericórdia in Porto Alegre ist ein Krankenhauskomplex, der aus mehreren, teils historischen Gebäuden besteht. Innerhalb dieses Ensembles befindet sich auch die namensgebende Straße „Rua da Saúde“. Aufgrund der gewachsenen Struktur gab es bislang keine Verbindung zwischen den einzelnen Gebäuden. Der Bauherr wünschte sich daher ein verbindendes Element, das die Gebäude harmonisch überspannt und einen identitätsstiftenden, überdachten Außenbereich schafft.
Das neue Glasdach bietet den Nutzern nicht nur Schutz vor Witterung, sondern auch einen attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältigen Qualitäten. Durch seine Freiform fügt sich das Dach optimal in die bestehende Bebauung ein. Das Tragwerk besteht aus einer filigranen Stahlkonstruktion mit einer Glaseindeckung. Als Layout für die Netzschale wurde ein dreieckiges Netz gewählt.
Die Dachkonstruktion ruht auf insgesamt 14 Tragpunkten, wobei die horizontalen Lasten hauptsächlich von den Stützpunkten des Impluviums sowie den M- und V-förmigen Stützen aufgenommen werden. Eine umfassende geometrische und strukturelle Optimierung im Entwurfsprozess führte zu diesem schlanken und einzigartigen Tragwerk. Die Gitterschale besteht aus dreieckigen Maschen aus runden Profilen, die an den Knotenpunkten über Stahlkopfplatten verbunden sind. Auch die Stützen bestehen aus Rohrprofilen. Die intensive geometrische und statische Optimierung während der Planung ermöglichte die Entwicklung dieser extrem schlanken Struktur.





