Bildung & Forschung, Hochbau

Betonoase Lichtenberg

© Alexander-Blumhoff.com

Auf Grundlage des Wettbewerbsentwurfs haben schlaich bergermann partner gemeinsam mit Gruber + Popp Architekten die Planung der Jugendeinrichtung „Betonoase“ im Berliner Bezirk Lichtenberg übernommen.
Die Besonderheit dieses eingeschossigen Gebäudes ist, dass die Außenwände und Vordächer aus sogenanntem Infraleichtbeton mit einer Rohdichte von nur 700 kg/m³ hergestellt wurden. Aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit können die statischen und bauphysikalischen Anforderungen mit einer monolithischen Betonkonstruktion ohne zusätzliche Wärmedämmung oder Verkleidung erfüllt werden. Dadurch lässt sich allseitig eine hohe Sichtbetonqualität realisieren. Da der verwendete Infraleichtbeton mit seiner Rohdichte von weniger als 800 kg/m³ nicht durch entsprechende Normen definiert ist, wurde eine Zustimmung im Einzelfall erforderlich, für die umfangreiche Bauteilversuche zur Bestätigung des Tragverhaltens an der TU Berlin durchgeführt wurden.
Die Betonoase ist unseres Wissens das erste öffentliche Gebäude aus Infraleichtbeton in Deutschland. Das Bezirksamt Lichtenberg erwies sich als mutiger Bauherr, der das innovative Pilotprojekt als Vorbild für weitere Anwendungen im Team mit den Planern, Prüfern, Gutachtern und der Bauaufsichtsbehörde vorantrieb. Für schlaich bergermann partner ist das Projekt ein wichtiger Meilenstein bei der Etablierung der monolithischen Bauweise in der Praxis.

Weitere Informationen zum Infraleichtbeton unter www.infraleichtbeton.de

Ort
Berlin
Architekt
Gruber + Popp Architekten, Berlin
Zusammenarbeit
TU Berlin, TU Dresden
Bauherr
Bezirksamt Lichtenberg von Berlin
Projektpartner
Mike Schlaich

Technische Daten

BGF
500 m²
Geschosse
1
Infraleichtbeton
ILC700 (700 kg/m³)
Außenwände 50 cm stark
Vordächer 32 cm stark
verzinkter Bewehrungsstahl

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