Hochbau

Energie- und Zukunftsspeicher

© LAVA, Tobias Wallisser

Am früheren Standort des alten Gasspeichers realisieren wir mit LAVA und den Stadtwerken Heidelberg einen Energie- und Zukunftsspeicher. Als zweite Hülle umspannt die vorgespannte Seilnetzfassade einen 50 m hohen Zylinder mit einem Durchmesser von 25 m. Das Bauwerk dient der Speicherung von Fernwärmewasser und ist somit ein Teil des neuen, flexiblen Energiesystems sowie ein Baustein und ein zentrales Element in der Wertschöpfungskette der örtlichen Energieversorgung.
Den nachhaltigen Rahmen zeigt die dynamisch anmutende Skulptur auch in ihrer Mehrfachnutzung, da sie auch eine Aussichtsplattform ist. Dabei schwingt sich der Treppenaufgang helixförmig zwischen der Fassade des Speichers und dem Seilnetz frei spannend nach oben. Die Treppe stabilisiert zusammen mit dem Seilnetz die Gesamthülle. Die galfanbeschichteten hochfesten Seile der Seilnetzfassade sind in Dreiecksmaschen angeordnet. Das entstehende Netz wird durch die „Krone“ am oberen Zylinderrand des Fernwärmespeichers gehalten. Außerdem bildet sie mit ihren 15 Stützen und den dazwischen eingebauten Auskreuzungen einen steifen Kegelstumpf, der die vertikalen und horizontalen Lasten an den Speicher weitergibt. In den Maschen des Seilnetzes werden tausende kleine rhombische Paneele eingehängt, die infolge des angreifenden Windes schwingen und dadurch eine dynamische Oberfläche generieren, die mittels Niedrigenergie-LED-Leuchten auch im Dunkeln sichtbar ist. Mit seiner besonderen Fassadenkonstruktion und der Aussichtsplattform wird der Speicher zur Touristenattraktion und letztlich zum technischen und ästhetischen Sinnbild für den Übergang zu erneuerbaren Energien der Stadt.

Kategorien
Hochbau,
Ort
Heidelberg
Architekt
LAVA Laboratory for Visionary Architecture
Bauherr
Stadtwerke Heidelberg
Projektpartner
Knut Stockhusen

Technische Daten

Höhe
56 m

Standort

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